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Das Kriegsschiff Vasa, das größte seiner Zeit, wurde von König Gustav II. Adolf 1625 in Auftrag gegeben. Vor Baubeginn wurden erst einmal 1000 passende Eichen gesucht und gefällt. Von den Proportionen her war das Schiff von Schiffbaumeister Hybertsson für 1 Kanondeck und 64 Kanonen bemessen, aber ein paar Monate vor Fertigstellung befahl Gustav Adolf, auf dem Deck darüber noch einmal 64 Kanonen zu montieren - Hubertson war zu diesem Zeitpunkt schon tot († Mai 1627). Am 10. August 1628 lief die nun kopflastige Vasa vom Stapel, war kaum eine Meile gefahren, als ein leichter Windstoß sie im Stockholmer Hafen zum Kentern brachte. 1956 wurde sie in 32m Tiefe aufgespürt und 1961 nach komplizierten Vorarbeiten von der Marine gehoben. Weil Brackwasser dem Schiffsbohrwurm keine Lebensbedingungen bietet, war das Schiff erstaunlich gut erhalten; zudem hatte der im Wasser enthaltene Schwefel das Holz konserviert. Doch seit das Schiff an Land ist, reagiert der nicht aus dem Holz herauszubringende Schwefel mit Wasserstoff und Sauerstoff (aus feuchter Luft) zu Schwefelsäure, die das Holz zu zerfressen droht.

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