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Schloss Kalmar - im 11. Jh. findet Kalmar erstmals Erwähnung auf einem Runenstein. Deutschstämmige Kaufleute dominierten im 13. Jh. den Handel, woraus sich bald eine enge Verbindung zur Deutschen Hanse entwickelte. Einigkeit hieß das Erfolgsrezept der Hanse, die in der ersten Hälfte des 14. Jhdts. nahezu im gesamten Ostseeraum nicht nur den Handel kontrollierte, sondern auch politisch mitzumischen begann - quasi als Staat innerhalb der Anrainerstaaten rund um die Ostsee. Dänemark nahm das nicht länger hin, konnte sich jedoch in den beiden Hanse-Dänemark-Kriegen (1361 und 1369) nicht behaupten. Unter Margarethe I. von Dänemark wurde 1397 die "Kalmarer Union" gegründet - ein Bündnis war das nicht. Vielmehr ein mündlich abgefasster Freibrief, der es Dänemark ermöglichte, Schweden und Norwegen 150 Jahre lang mehr oder weniger in Schach zu halten, was die Unionspartner allerdings sehr schnell durchschauten und wenig Lust verspürten, für Dänemark die Macht der Hanse mit Waffengewalt aufzuweichen. Das sollte Dänemark gefälligst selber tun. Weil das den Dänen aber nicht gelang, verbündeten sie sich mit der Hanse, indem sie auf deren Empfehlung hin Christian I. aus dem Haus Oldenburg 1448 zum König wählten.

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