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Walhalla (in Donaustauf, im Osten von Regensburg) - 1830-42 nach dem Vorbild des athener Parthenon unter dem bayr. König Ludwig I. errichtet. Schon als Kronprinz war ihm der Plan von einem "Ruhmestempel" im Kopf herumgeschwirrt und so ließ er ab 1807 auf eigene Kosten Büsten "rühmlich ausgezeichneter Teutscher" erschaffen. "Teutscher Zunge zu seyn, wird erfordert..." - im Bett der irischen Tänzerin Lola Montez war ihm die Deutschtümelei vermutlich nicht so sehr wichtig. Eigentlich wollte ich dort gar nicht hin, denn allein schon die Bezeichnung "Walhalla" erzeugte in mir Widerwillen (altnordisch: Walhall = Wohnung der Gefallenen). Ich erwartete dort Schwerter schwingende Heroen mit geflügelten Helmen und allem, was zum Abschlachten dazugehört, und war angenehm überrascht. Wissenschaftler, Künstler, Dichter und Denker, ein paar Herzöge, Könige und Kaiser, natürlich auch Kleriker - gegen all das kann man gar nichts sagen. In einem Teil der Halle waren bei unserem Besuch Gerüste aufgebaut, sodass zahreiche Büsten (auch die von Heinrich Heine und die von Sophie Scholl) leider nicht zugänglich waren.

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