5821w.jpg

UNESCO Weltkulturerbe Würzburger Residenz - die Kurfürsten von Mainz und Trier, gleichzeitig auch Erzbischöfe, entstammten dem Geschlecht derer von Schönborn. Und so war es nur recht und billig, dass Johann Philipp Franz von Schönborn 1719 nach seiner Wahl zum Fürstbischof von Würzburg eine standesgemäße Residenz erbauen ließ - das Schloss Marienberg entsprach nicht mehr dem absolutistischen Zeitgeist. Balthasar Neumann erhielt den Auftrag. 1724 starb sein Auftraggeber. Unter dem neuen Fürstbischof, Christoph Franz von Hutten, erfuhr der Schlossbau keinen nennenswerten Fortschritt. Aber nach Huttens Tod 1729 ging es unter Friedrich Karl von Schönborn wieder so richtig los. Friedrich Karl, nunmehr Fürstbischof von Würzburg und auch von Bamberg, war überdies seit 1705 Reichsvizekanzler und saß in der Reichshofkanzlei in Wien. Das war die oberste Behörde des Heiligen Römischen Reichs! Der "Reichskanzleitrakt" im Inneren Burghof der Wiener Hofburg wurde auf Friedrich Karls Betreiben in den 1720ern von Lukas von Hildebrandt geschaffen.

Powered by Gallery v2.3