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24.05.2012 - Römerbrücke über die Mosel in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands (im Westen von Rheinland-Pfalz, dicht an der luxemburgischen Grenze). Um Christi Geburt unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet, wurde die Stadt unter Constantius I. Chlorus (Kaiser der röm. Tetrarchie zur Zeit Kaiser Diokletians, Ende 3. Jh.) Hauptstadt seines Machtbereichs (Hispanien, Gallien und teilw. Britannien). Schon vor ihm nutzten mehrere Kaiser Trier zweitweise als Residenz - der wohl bedeutendste unter ihnen war Kaiser Konstantin I., der Große, Sohn des Constantius´, der von den Soldaten seines im Jahr 306 verstorbenen Vaters zum Kaiser ausgerufen wurde. Jeder der hier weilenden Kaiser hatte der Augusta Treverorum seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt, sodass sich die Stadt bis zum Jahr 330, da Konstantin d. Große nach Byzantion (Byzanz) umzog, zur noblen Kaiserresidenz entwickelte, wovon mehrere großartige Baudenkmäler zeugen - UNESCO Welterbe seit 1986. Die Pfeiler der heutigen Brücke wurden Mitte 2. Jh. unter Kaiser Antoninus Pius und dessen Adoptivsohn und Mitkaiser Marc Aurel gesetzt und sind noch original. Erst 1000 Jahre später wurde die röm. Holzkonstruktion darüber durch steinerne Bögen ersetzt. Zwischen den beiden Türmchen wacht der Hl. Nikolaus über das Wohl der Schiffer.

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