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Der 1905 fertiggestellte Berliner Dom ist jetzt schon der dritte. 1944 bekam die Kuppel einen schweren Treffer ab, wonach die Laterne ins Innere herabstürzte, den Boden durchschlug und die darunterliegende Hohenzollerngruft schwer beschädigte. Die äußere Kuppelschale war erhalten geblieben, doch klaffte jetzt in der Mitte ein Loch. 1949 sah selbst die Ostberliner Stadtverordnetenversammlung ein, dass man das so nicht lassen konnte. Als dann 1953 die Kuppel provisorisch geschlossen war, sah das ohne Laterne und Kuppelkreuz ziemlich bescheuert aus. Zudem stimmten die Proportionen der Kuppel nicht mehr. 1975 wurde die Renovierung des Außenbaus in Angriff genommen. Nicht nur, dass die im Krieg zerstörten kleineren Kuppeln der Ecktürme nach der Wiederherstellung mit den Originalen nur wenig Ähnlichkeit hatten - die Laternen fehlten, reduzierte man die Höhe der vier Ecktürme um 16 Meter. Nachdem zumindest die große Kuppel 1981 endlich eine Laterne aufgesetzt bekommen hatte - samt Kuppelkreuz, war der Gesamteindruck aber noch immer seltsam befremdlich, doch der Mensch gewöhnt sich mit der Zeit an alles.

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